Redaktion

Sie finden hier Ressourcen zur Organisation des redaktionellen „work-flow“. Allzu viele Ressourcen gibt es dafür allerdings nicht. Vermutlich zu Recht, da die wichtigste Ressource in dieser Angelegenheit das Verständnis der Beteiligten für die redaktionelle Tätigkeit und daran anschließend auch eine gewisse Selbstdisziplin darstellt.

Zum Verständnis der redakationellen Tätigkeit, erlauben Sie, Genossinen und Genossen, Römerinnen und Römer, meiner Wenigkeit einige persönliche Anmerkungen:

Ich habe mich immer für solche kritisch-alternative Medien interessiert, die nicht das Organ einer theoretischen/ideologischen/politischen Strömung waren (obwohl ich auch in diesen Bereich — eher am Rande, aber aus durchaus auch guten Gründen — involviert war). Bei diesen Medien kommt es darauf an, sich herausgeberseitig gewisse Mindestanforderungen an die Art und Radikalität der Kritik zurechtzulegen und gegebenenfalls ein thematisches Feld abzustecken, auf dem man einerseits LeserInnen zu finden hofft und das man andererseits redaktionell und ökonomisch einigermaßen sinnvoll bestellen kann.

Über diese Mindestzurechtlegungen hinaus sollte ein solches Medium niemandes Organ sein, auch nicht das Organ der Redaktion selbst. Redaktionsmitglieder können als AutorInnen ihre Meinungen/theoretischen Konzepte/thematischen Prioritäten in Form von Beiträgen veröffentlichen wie alle anderen AutorInnen auch. In ihrer Rolle als RedakteurInnen sollten sie einen Schritt zurücktreten und die Veröffentlichungswürdigkeit oder -notwendigkeit von Beiträgen anhand obiger Mindestanforderungen und anhand ihrer Tauglichkeit zur Herstellung/Ermöglichung einer produktiven (nota bene: nicht „konstruktiven“) Diskussion beurteilen. Das schaffen RedakteurInnen gerade dann ganz schlecht, wenn sie auch sehr produktive TheoretikerInnen/AutorInnen sind.

Was bedeutet das für den redaktionellen „work flow“? Daß zunächst einmal irgendwer sich ständig darum kümmern muß, den Flohzirkus der Redaktion von ausschweifenden Meinungsstreitigkeiten auf den Kern des redaktionellen Geschäfts zurückzuführen. Wenn das einigermaßen gelingt und redaktionelle Konzeption und Planung im Sinne von Ermöglichung von Diskussion und Öffentlichkeit im Großen und Ganzen funktioniert, dann braucht es noch „work flows“ zum Aufbau von Kontakten zu potentiellen AutorInnen, zur Beischaffung von Texten und Bildern, zu deren Auswahl, Redaktion, Korrektur, Aufbereitung zur Produktion, Endkorrektur ...

An Ressourcen braucht es dafür — vielleicht von Ausnahmefällen wie z.B. extrem dislozierten Redaktionen abgesehen — nicht viel mehr als die üblichen „Office“-Produkte. Für ins Wissenschaftliche neigende Publikationen gibt es Redaktionssysteme, die z.B. die externe Begutachtung (peer review) unterstützen. Ich werde hier zusammentragen was sich finden läßt.

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    Software zur Unterstützung redaktioneller „work flows“, „Redaktionssysteme“.

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